Industrie 4.0 und Logistik: YORK Lubrifiants sichert seinen Bestand an Flüssigkeiten mit FOUR DATA

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23 April 2026

Zusammenfassung

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In einem geopolitischen Kontext, in dem die Versorgung mit Kohlenwasserstoffen ständig angespannt ist, ist die millimetergenaue Verwaltung von Industrievorräten lebenswichtig geworden. Die Reportage über die vollständige Digitalisierung der Tanks von YORK Lubrifiants, die durch die Expertise von FOUR DATA ermöglicht wurde, macht Schluss mit den ungefähren manuellen Ablesungen und den Notfällen am Wochenende.

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Supply Chain unter Druck: Das Ende der Annäherung

Das Frühjahr 2026 bestätigt einen starken Trend in der weltweiten Industrielogistik. Zwischen den Schwankungen der Rohölpreise, den Unsicherheiten in der Seefracht – die regelmäßig in den Berichten der Internationalen Energieagentur (IEA) hervorgehoben werden – und den Erfordernissen der Dekarbonisierung können sich die Akteure der Petrochemie keine Fehler mehr erlauben.

Für Hersteller und Händler von Schmierstoffen sind Lieferengpässe oder die unnötige Fahrt eines halbleeren Tankwagens ein finanzieller und ökologischer Engpass. Die Zeit ist reif für algorithmische Rationalisierung und Echtzeit-Telemetrie. YORK Lubrifiants hat diesen Weg für seine Fabrik und seine Kunden eingeschlagen.

YORK Lubrifiants: High-Tech seit fast einem Jahrhundert

YORK Lubrifiants (mit Sitz in La Garde und 2015 von der Schweizer Motorex-Gruppe übernommen) ist eine 1930 im Departement Var gegründete Institution für Tribologie, die Öle, Fette und Kühlmittel formuliert und vertreibt.

Olivier Duperriez, seit 18 Jahren technischer Direktor, leitet ein Labor, in dem die Produkte speziell für Sektoren mit extremen Belastungen entwickelt und zugelassen werden: Baumaschinen, LKWs und Pistengeräte für Skigebiete. Die Flüssigkeiten werden dann in ganz Lateinamerika und Nordafrika versendet.

Jahrzehntelang beruhte die Verwaltung der Bestände an Rohstoffen (Grundölen) und Fertigprodukten auf einem in der Industrie wohlbekannten Ritual: der manuellen Ablesung.

„Vor der Konnektivität wurde alles auf die alte Art und Weise gemacht. Es gab einen doppelten Messstab und jeden Freitag wurde der Verbrauch abgelesen, um den Verbrauch für die nächste Woche zu schätzen“, erinnert sich Olivier Duperriez. Eine zeitraubende Methode, die unweigerlich zu Notrufen bei den Lieferanten führte, wenn der Strom unerwartet ausfiel.

FOUR DATA: Ein maßgeschneidertes IoT-Ökosystem „Made in France“.

Zur Modernisierung seiner Infrastruktur wandte sich YORK an FOUR DATA. Das mittelständische Unternehmen aus Dijon, das 2016 gegründet wurde und heute rund 30 Mitarbeiter hat, zeichnet sich auf dem Markt dadurch aus, dass es die gesamte Wertschöpfungskette beherrscht: von der Entwicklung der Hardware über die Softwareplattform bis hin zur Installation vor Ort.

„Wir stellen unsere Sensoren in Frankreich her, mit EMS-Partnern (Electronic Manufacturing Services), die im Rhône-Tal und in Burgund-Franche-Comté ansässig sind“, sagt Mathias Parthiot, Mitbegründer und Technischer Direktor von FOUR DATA.

Um die komplexen Anforderungen von YORK zu erfüllen, setzte FOUR DATA ein maßgeschneidertes Projekt um, das in zwei verschiedene Technologiearchitekturen unterteilt wurde:

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1. Die vernetzte Fabrik: Die Wahl zwischen Draht und SPS

In der Produktionsstätte in La Garde (mit Dutzenden von Tanks von 20.000 bis 50.000 Litern) ist das Hauptbedürfnis die Unmittelbarkeit. FOUR DATA entschied sich für eine kabelgebundene Installation, um diesen Anforderungen gerecht zu werden.

Hochpräzise Sensoren (Radar, Ultraschall, Lidar am oberen Ende des Tanks oder Drucksensoren am unteren Ende) sind direkt mit Schaltschränken verbunden, die mit SPS-Steuerungen ausgestattet sind. Die Daten werden über analoge Signale (4-20mA) oder industrielle Busse übertragen und bieten dem Bediener eine sofortige Aktualisierungsrate auf Touchscreens. Dies ist ein unverzichtbares Werkzeug, um die Produktion minutengenau zu steuern und die Entladung der Lieferwagen zu sichern.

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2. Remote Monitoring: Zellulare Autonomie beim Kunden

Die wahre Stärke liegt im Kundenservice. YORK hat mehr als 300 Tanks direkt bei seinen Kunden in ganz Frankreich ausstatten lassen.

Hier setzt FOUR DATA autonome (batteriebetriebene) IoT-Sensoren ein, die zellulare Netzwerke nutzen. Eine kabelgebundene Infrastruktur ist nicht erforderlich. Diese Sensoren senden regelmäßig Messwerte an die SaaS-Plattform von FOUR DATA, auf die die Verkaufsteams von YORK zugreifen können.

Künstliche Intelligenz und „Zero Packaging“-Logistik

Dieser Einblick in Echtzeit revolutioniert den Geschäftsansatz. „Unsere Kunden vertrauen uns vollkommen. Sie sagen uns: ‚Ich will nicht liegen bleiben, ich muss mich nicht um die Bestellung kümmern, sorgen Sie dafür, dass ich immer Öl habe'“, erklärt der technische Direktor von YORK.

Mit Hilfe der von FOUR DATA integrierten Künstlichen Intelligenz kann YORK jetzt Verbrauchertrends analysieren, Versorgungslücken vorhersehen und seine Touren optimieren. Wenn ein LKW Kunde A beliefern soll, prüft das System sofort, ob der Tank von Kunde B (der auf derselben Straße liegt) genügend Platz hat, um eine Sammellieferung zu rechtfertigen.

Die ökologischen Auswirkungen sind direkt:

  • Reduzierung von Leerkilometern: drastische Optimierung der Routen der Tankwagen.
  • Null-Verpackungs-Strategie: Die Bulk-Lieferung direkt in die angeschlossenen Tanks macht Metallfässer und Einweg-Kunststoffkanister (IBC) überflüssig, was den gesamten CO2-Fußabdruck des Vertriebszyklus erheblich senkt.

Der nächste Schritt? Eine vollständige API-Verbindung zwischen den Daten von FOUR DATA und der ERP-Software von YORK, um automatisch Auftragsvorschläge und Rechnungen zu generieren. Industrie 4.0 in seiner ganzen Effizienz.

📌 FAQ: Industrielle Fernauslesung und IoT

Der autonome IoT-Sensor ist batteriebetrieben und kommuniziert über drahtlose Netzwerke (z.B. 4G/LTE-M). Er ist ideal für abgelegene Standorte (bei einem Kunden) mit regelmäßiger Ablesung (z.B. 2 bis 4 Mal pro Tag), um Energie zu sparen. Die kabelgebundene Sonde ist mit einer SPS verbunden und wird kontinuierlich mit Strom versorgt. Sie liefert absolute Echtzeitdaten (sekundengenaue Aktualisierung), was für den Herstellungsprozess in der Fabrik unerlässlich ist.
Mit den heutigen Technologien (Radar, Ultraschall, Lidar, Druck) kann alles gemessen werden: Flüssigkeiten (Öle, Wasser, Kraftstoffe, Kühlmittel), Gase (in flüssiger oder gasförmiger Form), aber auch Feststoffe und pulverförmige Materialien (Getreide in landwirtschaftlichen Silos, Granulate, Industrieabfälle).
Telemetrie bietet einen genauen Einblick in die ausgelagerten Bestände. Logistiker können Lieferungen nach geographischen Gebieten gruppieren, sicherstellen, dass die LKWs voll beladen abfahren und zurückkommen, und Lieferungen in kleinen Plastikbehältern durch Bulk-Lieferungen (Null-Verpackung) ersetzen. Dies reduziert die Anzahl der LKWs auf den Straßen und die Produktion von Industrieabfällen.

Warum nicht Ihre eigene IoT-Erfolgsgeschichte?

Lassen Sie sich von denjenigen inspirieren, die den Sprung mit Four Data gewagt haben!

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